»Meine Fotografien handeln von Kindheit und Verlorenheit in der Welt als existenzielle Grunderfahrung des Menschen«, so kommentiert Loretta Lux selbst ihre Porträts.
Die digital nachbearbeiteten Porträts der 1969 in Dresden geborenen Künstlerin irritieren den Betrachter in ihrer Unbestimmtheit zwischen Fotografie und Malerei, zwischen Traum und Realität: Die Dargestellten, meist Kinder mit Porzellanteint und manierierten Gesten, blicken uns traumwandlerisch entrückt an. Sie posieren vor schlichten Interieurs, kargen oder romantischen Landschaften, die an Ansichten alter Meister, etwa an Gemälde von Velázquez oder Runge, erinnern.
In einem aufwändigen Arbeitsprozess - von der Auswahl der Modelle und deren Kleidung, den oft selbst gemalten, farblich abgestimmten Hintergründen bis zur Nachbearbeitung am Computer - entstehen die subtil inszenierten Porträts von Loretta Lux, die in diesem Bildband erstmals in einer breiten Auswahl gezeigt werden.