Nach dem Selbstmord ihrer 4 Jahre älteren Schwester Barbara Holly, verließ Nan Goldin bereits im Alter von 14 Jahren ihr Elternhaus und zog mit Freunden zusammen. Nach Anfängen als Amateurfotografin und einer ersten Ausstellung ihrer Bilder begann Nan Goldin 1974 ein Studium an der School of the Museum of Fine Arts in Boston. Nach ihrem Abschluss ging sie 1978 nach New York, wo sie auch heute überwiegend lebt und arbeitet. Eingeladen von Alf Boldt, Programmleiter des Arsenal-Kino reiste sie 1982 erstmals nach Berlin. In der Folge kam sie jährlich in den Westteil der damals geteilten Stadt. Sie fotografierte 1984 das Plakat für die Berliner Filmfestspiele und freundete sich mit Käthe Kruse, Nikolaus Utermöhlen (1958–1996) und Wolfgang Müller an, den Mitgliedern der Band Die Tödliche Doris. Diese fotografierte sie sowohl in West-Berlin, als auch bei deren Auftritten im MOMA 1987 und The Kitchen in New York 1984. Goldin gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Fotografinen und gewann im März 2007 den Hasselblad Photography Award.