Der Krieg hat ein Gesicht. Dass es hässlich ist, kann niemanden überraschen. Warum also genau hinschauen? Man weiß doch, was Sache ist. Bomben, Blut, Leichen. Verletzt, verstümmelt, tot. Der Voyeurismus des Grauens macht es ja nicht besser.
Vom Krieg im Irak sehen die meisten Amerikaner nur das Bildmaterial der Abendnachrichten und Tageszeitungen. Wieder ein schlimmer Anschlag in Bagdad. Sirenen heulen, Rauch steigt auf, ein Iraker läuft mit einem blutverschmierten Hemd durchs Bild. Hubschrauberabsturz, sieben tote US-Soldaten. Keine Bilder. Nur Aufnahmen aus der Pressekonferenz. Ein Armeesprecher hinter dem Stehpult, der die Nachricht verliest. Später werden die Gefallenen auf der wöchentlichen Ehrenseite der „Washington Post“ veröffentlicht. Passfotogröße, Paradeuniform, einspaltig, 60 Millimeter Höhe pro Kopf. Das ist der Krieg in Bildern.