Araki war früh ein begeisterter Bewunderer von Brassai, Henri Cartier-Bresson und Jean-Luc Godard. Seine eigene Karriere begann 1964 mit Bildern über Kinder in der Stadt, dann fotografierte Araki seine eigene Hochzeitsreise. In den 1970ern löste sich Araki von der Pressefotografie und der Reportage-Fotografie und begann, das Zwischenmenschliche zu zeigen. Er dokumentierte die Abgründe der Seele und fand schnell den Zugang zur Erotik. Zu dieser Zeit begann er, seine Fotografien unter anderem im Avantgarde-Comicmagazin Garo zu veröffentlichen. Araki erfand den Begriff „Foto-Ich“. Dieses sei ein Wechsel zwischen Fiktion, Wahrheit und Wunsch sei. Araki ist ein ambitionierter Betrachter der Umwelt und fotografiert täglich. In Japan werden seine Fotos teilweise wegen „Obszönität“ zensiert.